Problemkind Küche: Wo sich Bakterien am wohlsten fühlen


(Bildnachweis: flickr_kbcanon)

(Bildnachweis: flickr_kbcanon)

Wer bisher gedacht hat, das Badezimmer sei der Bakterienherd Nummer eins im privaten Haushalt, der hat sich geirrt. Laut dem US-Mikrobiologen Dr. Charles Gerba, ist die eigentliche Bakterienschleuder die Küche, genauer gesagt die Utensilien, die wir dort aufbewahren. Zeit, einmal einen intensiven Blick auf die größten „Gefahrenbereiche“ der Küche zu werfen:

1. Küchenlappen und Schwämme

Ein wahres Schlaraffenland für Bakterien sind Küchenlappen und Schwämme: In feuchter und warmer Umgebung fühlen sich die aufgewischten Bakterien und Keime besonders wohl und vermehren sich rasend schnell. Hygiene-Forschern zufolge sind auf einem durchschnittlichen Spülschwamm mehr als sieben Milliarden Krankheitserreger zu finden. Dabei ist es gar nicht so schwer, diesen Bakterienherd auszuschalten: Bei regelmäßiger 60-Grad-Wäsche der Putzlappen und Schwämme in der Waschmaschine werden alle Keime und Bakterien abgetötet. Wenn man zusätzlich ein bisschen Essig in die Einspülkammer gibt, lösen sich Verschmutzungen noch besser. Außerdem wirkt Essig kalklösend und pflegt somit gleichzeitig auch noch die Waschmaschine.

2. Küchenspüle

Auch im Abfluss des Spülbeckens wimmelt es nur so von Keimen. Laut „Statista“ sammeln sich dort pro Quadratzentimeter etwa 2.784 Bakterien – rund 60 Mal so viele wie auf dem häufig als am bakterienreichsten vermuteten Toilettensitz. Um die Küchenspüle bakterienfrei zu halten, genügt schon regelmäßiges Reinigen mit herkömmlichem Spülmittel. Zum Entfernen von Kalkflecken eignet sich Essig, bei hartnäckigerem Schmutz kann Backpulver aushelfen. Auf die schmutzige Stelle aufgetragen, mit einem feuchten Schwamm eingerieben und anschließend mit klarem Wasser abgespült wirkt das Hausmittel wahre Putzwunder!

3. Schneidebretter in der Küche

Kaum zu glauben, aber auch unsere Brotzeit- und Schneidebretter sind voller Bakterien. Besonders gerne sammeln sich die Krankheitserreger in Schneidefurchen benutzter Holzbretter, da die Reinigung dort oft zu kurz kommt. Dr. Charles Gerba zufolge sind auf den Schneideunterlagen 200 Mal so viele Bakterien zu finden wie auf dem Toilettensitz. Damit die Bretter keimfrei werden und bleiben, müssen sie gründlich mit Wasser und Spülmittel gereinigt werden – Furchen dabei nicht vergessen! Am intensivsten gereinigt werden Bretter in der Spülmaschine, grundsätzlich sind in der Küche Glasunterlagen aber hygienischer als Holzbretter.