Vor- und Nachteile für produktives Arbeiten im Home Office

Vor- und Nachteile für produktives Arbeiten im Home Office


Stell dir folgendes Szenario vor: Du kannst morgens später aufstehen, dir gemütlich in der Küche einen Kaffee machen und während der Kaffee noch aufbrüht, kannst du die Waschmaschine anschmeißen. Mit dem heißen Kaffee setzt du dich auf den Balkon in die Sonne, drückst den Power-Button deines Laptops und genießt den ersten Schluck aus deiner eigenen Kaffeetasse, während der Laptop und du selbst hochfahren. Erinnert an Wochenende, oder nicht? Der Unterschied ist nur, dass du in diesem Szenario nicht Youtube oder Netflix öffnest, sondern dich in deinen Unternehmensaccount einloggst und anfängst zu arbeiten. Home Office ist eine gute Möglichkeit, um mal ungestört zu arbeiten und sogar etwas im Haushalt zu schaffen. Manchmal ist es jedoch gar nicht so einfach, sich nicht sebst abzulenken. Wir zeigen dir einige belegbare Vor- und Nachteile von Home Office.

Warum überhaupt im Home Office arbeiten?

Heutzutage gibt es in Unternehmen kaum noch die klassischen Einzelbüros. Viel verbreiteter sind sogenannte Großraumbüros, die für Arbeitgeber kosten- und platzsparend sind. Darin können auch Funktionsarbeitsplätze hergerichtet werden, an denen mehrere Meschen, je nach Arbeitszeit arbeiten können. Und durch die vermehrte Nutzung von Laptops anstelle von Stand-PCs wird das flexible Arbeiten an verschiedenen Orten ohnehin immer einfacher.

Allerdings zeigte bereits im Jahr 2010 eine Studie der Hochschule Luzern, dass Angestellte, die in Großraumbüros arbeiten, deutlich weniger leistungsfähig sind als in einem Klein- oder Einzelbüro. Durch häufigere Ablenkung aufgrund des Lärmpegels, juckende Augen oder häufiger Müdigkeit sind die Arbeitnehmer in Großraumbüros deutlich unzufriedener. Durch individuelle Bedürfnisse nach beispielsweise anderen Lichtverhältnissen, geöffneten Fenstern oder aufgedrehter Heizung ist es oft nicht so einfach, allen ein gleichermaßen gutes Arbeitsklima zu bieten. Deshalb ist das Home Office eine gute Lösung, um Arbeitnehmern mehr Freiraum und Individualisierungsmöglichkeit in Ihrer idealen Vorstellung von Arbeitsbedingungen zu bieten.

Positive Aspekte vom Home Office

Trotz vieler Vorurteile belegen einige Studien, darunter zum Beispiel eine im „Forbes“-Magazin veröffentlichte Studie von TINYpulse, dass Angestellte im Home Office deutlich zufriedener sind und zudem auch viel produktiver. Das Arbeiten zu Hause lässt die Mitarbeiter mehr wertgeschätzt fühlen, da ihnen Vertrauen entgegengebracht wird und Ihnen generell mehr Freiheit geboten wird. Außerdem können endlich mal Dinge im Haushalt erledigt werden, zu denen man sonst erst am späten Abend oder am Wochenende kommt – oder es kann in der Mittagspause mal etwas Frisches gekocht werden. Das alles insgesamt macht die Angestellten glücklich, was sie wiederum motiviert und gewissenhaft arbeiten lässt. So sollten Chefs Ihren Mitarbeitern nicht mit Misstrauen entgegen kommen, wenn sie diese von Zuhause aus Arbeiten lassen.

Negative Aspekte vom Home Office

Wieder erwarten kommt es den meisten Angestellten von der Arbeitszeit nicht einmal zugute, wenn sie im Home Office arbeiten, da sie deutlich mehr Überstunden machen und auch Ihre Pausenzeiten nicht wirklich zum Pause machen nutzen, wie eine Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) herausfand. Wer zu viel Arbeit mit nach Hause nimmt, der hat keinen Rückzugsort mehr und vermischt Berufs- und Privatleben zu sehr, sodass 42% der Befragten mit ständigem Home Office anfangen unter Schlafstörungen zu leiden und über zu viel Stress klagen. Zum Vergleich: Bei Angestellten mit Präsenzarbeitsplatz ist es hingegen nicht einmal jeder Dritte, der darunter leidet. Da Heimarbeiter längere Phasen haben, in denen sie hoch konzentriert arbeiten und immer das Bedürfnis verspüren, etwas vor der Pause abzuschließen, sind sie am Ende des Tages deutlich erschöpfter. Manchmal kommen auch technische Schwierigkeiten dazu, die erst gelöst werden müssen, die Arbeit trotz aufgebrachter Zeit aber dennoch erledigt werden muss. Die Studie zeigt auch, dass bei ständigem Home Office zu viel Zeit zur Kommunikation über E-Mail-Kontakt aufgebracht wird und auch der generelle Kontakt zu Kollegen fehlt, was wiederum unglücklich macht.

Überwiegen denn nun die Vor- oder Nachteile im Home Office?

Wie bei den meisten Dingen gilt es, ein Mittelmaß zu finden. Denn, wie eine Umfrage von Statista und auch weitere Studien belegen, würden 41 % der deutschen Büroarbeiter es bevorzugen, einen festen Arbeitsplatz im Unternehmen zu haben, aber im gleichen Maße auch von zu Hause aus arbeiten zu können. Zu diesem idealen Arbeitsmodell kamen auch andere Studien.

Neben der Tatsache, dass Arbeitnehmer, wenn sie im Home Office arbeiten dürfen, einfach zufriedener sind und aufgrund dessen effizienter arbeiten, spricht ein weiterer positiver Aspekt dafür: Angestellte, die regelmäßig im Home Office arbeiten, melden sich bewiesener Maßen seltener krank. Auch dies kommt dem Unternehmen nur zugute.
Jeder sollte allerdings fair gegenüber seinem Arbeitgeber sein und realistisch einschätzen, ob er produktiv im Home Office arbeiten kann. Nicht in jedem Zuhause sind angemessene Arbeitsbedingungen, wie eine gute Beleuchtung, schnelles Internet oder die generelle Selbstdisziplin, sich selbst nicht abzulenken. Letztlich geht es auch darum, sich nicht selbst zu belügen und falls du feststellst, du bist generell unproduktiver während des Home Offices, dann bist du ja auch nicht dazu gezwungen und solltest lieber ins Büro fahren.

Wenn du auch Erfahrungen mit Home Office hast, dann teile sie doch in einem Kommentar mit uns. Wer nicht das Glück hat etwas mehr Zeit in der Woche zu Hause verbringen zu können und nebenbei etwas für den Haushalt zu tun, oder wer einfach ziemlich gestresst ist, der kann sich den Hausputz gern von uns abnehmen lassen:
BOOK A TIGER

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