Unglücklich im Job? Finde die Ursache und sorge für Veränderung

Unglücklich im Job? Finde die Ursache und sorge für Veränderung


Du fühlst dich manchmal unwohl und unglücklich im Job? Du hast entweder zu viel zu tun oder zu wenig Aufgaben? Gibt es bei dir im Büro möglicherweise sogar Stress zwischen Kollegen oder dem Chef? Oder stimmen die hygienischen Zustände in deinem Unternehmen nicht, sodass du oder andere Mitarbeiter ständig krankheitsbedingt fehlen? Es kann viele unterschiedliche Gründe haben, warum du unglücklich im Job bist. Wir wollen dir in diesem Beitrag dabei helfen zu beurteilen, ob du wirklich unzufrieden bist und welche die Ursachen dafür sein könnten.

Checkliste: Bist du wirklich unglücklich im Job?

Schätze folgende dreizehn Aussagen gewissenhaft ein, um herauszufinden, ob du noch glücklich in deinem Job bist.

1. Ich bin allgemein gerne an meinen Arbeitsplatz.

stimmt

2. Ich freue mich grundsätzlich auf die Arbeit, die ich täglich zu erledigen habe.

3. Ich habe mit meinen Kollegen ein nettes Arbeitsverhältnis.

4. Auch mit meinem Chef kann ich offen und ehrlich sprechen, wenn mir etwas auf dem Herzen liegt.

5. In meinem Arbeitsumfeld geht es fair zu.

6. Ich lerne immer wieder neues oder habe die Möglichkeit dazu.

7. Ich würde mein Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen.

8. Ich habe selten Rücken-, Nacken,- Augen- oder Kopfschmerzen.

9. Ich könnte innerhalb meiner Firma die Position wechseln.

10. Die Räumlichkeiten meines Arbeitsplatzes sind immer ordentlich und sauber.

11. Ich fühle mich an meinem Arbeitsplatz grundsätzlich wohl.

12. Meine Kollegen und ich sind eher selten krank.

13. Mir würde es schwer fallen, meinen Job zu kündigen.

Wenn du einige der vorangegangenen Aussagen mit stimmt nicht bewertet hast, dann bist du eventuell nicht ganz so glücklich in deinem Job. Die möglichen Ursachen dafür sind allerdings einzugrenzen und sind im Folgenden beschrieben.

Was könnten Gründe für deine Unzufriedenheit sein?

Deine Unzufriedenheit am Arbeitsplatz kommt vermutlich durch eines oder mehrere Kriterien zu Stande. Es reicht schon, wenn eines der folgenden Kriterien nicht eingehalten ist, um dich unglücklich zu machen, da der Mensch bekanntlich eher das Negative stark zur Kenntnis nimmt, anstelle das Positive zu wertschätzen. Folgende Kriterien gehören zu den allgemeinen Maximen am Arbeitsplatz, damit ein positives Arbeitsklima herrscht, in dem du glücklich bist.

Betriebsklima

Ein positives Betriebsklima ist das A&O, damit du dich als Mitarbeiter wohlfühlen kannst. Das bedeutet, du kannst mit deinen Kollegen und auch mit deinem Vorgesetzten offen sprechen, wenn dich etwas bedrückt, Verbesserungsvorschläge anbringen und rundum eine vertrauensvolle und respektvolle Basis im Unternehmen genießen. Wenn es doch einmal zu einem Konflikt kommt, ist es in einem guten Betriebsklima kein Problem, den Konflikt fair und friedlich aus der Welt zu schaffen. Die richtige Kommunikation und das Lernen zuhören zu können sind für das generelle Betriebsklima sehr wichtig.

Angemessene Arbeitsbelastung

Fühlst du dich überfordert oder unterfordert? Eine angemessene Arbeitsbelastung gehört zu einem guten Betriebsklima dazu. Damit ist gemeint, dass du deinen bestimmten Fähigkeiten entsprechend Aufgaben zugeteilt bekommst, sodass du den Wert deiner Arbeit erkennst. Wirst du nämlich überfordert, wirst du dich schnell frustriert fühlen und auch bei Unterforderung wirst du schnell nicht mehr den Sinn in deiner Arbeit sehen. Unterforderung führt zu Langeweile und dadurch wirst du deine Motivation verlieren. Zudem müssen dir die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, um deine Aufgaben ohne Hindernisse bearbeiten zu können.

Weiterentwicklungsmöglichkeiten

Wenn du ständig in deinen Aufgaben gefördert wirst, dann solltest du dich sehr glücklich mit deinem Job schätzen. Dies ist nur leider in den wenigsten Unternehmen der Fall. Somit kehrt in den meisten Jobs nach einiger Zeit eine Monotonisierung der Arbeitsprozesse ein, sodass du in deiner Position nichts mehr dazu lernst. Wichtig ist nun, deinen Arbeitgeber anzusprechen und ihn nach individuellen Fortbildungsmöglichkeiten zu fragen. Sollte er so etwas noch nicht vorgesehen haben, kannst du ihm die Vorteile davon nennen: Zum einen wirst du als Mitarbeiter wieder neue Motivation sammeln und deine Leistung wird zunehmen. Individuelle Förderungsprogramme werden nämlich die Produktivität steigern und zum anderen steigt die Attraktivität des Arbeitsgebers.

Aufstiegschancen

Förderung bedeutet für dich auch, dass du die Chance dazu hast, eine andere Position in deinem Unternehmen zu erreichen. Wenn du dich also in deiner Position nicht mehr weiterentwickeln kannst, solltest du mit deinem Chef über mögliche Lösungen dafür sprechen. Für deinen Geschäftsführer ist das Finden einer Lösung nur von Vorteil, da hohe Fluktuationen innerhalb der Belegschaft vermieden werden. Zudem wird dir als Mitarbeiter gezeigt, wie sehr man dich in dem Unternehmen wertschätzt und dies führt automatisch zu mehr Mitarbeiterbindung.

Ergonomie

Damit du täglich ein positives Arbeitserlebnis erfahren kannst, musst du natürlich auch gesund bleiben. Das heißt, dass du dich gut um dich selbst kümmern musst, sodass dein Immunsystem gestärkt bleibt und du gegen Erkältungen aufgrund von schlechtem Wetter geschützt bist. Zudem müssen allerdings auch körperliche Beschwerden vermieden werden und genau da muss dein Arbeitgeber ansetzen. Durch angemessene physische Bedingungen in deinem Unternehmen bleibt die ganze Belegschaft langfristig gesund. Das sollte deinem Arbeitgeber bewusst sein. Ohne ergonomische Arbeitsplätze wird es unter den Angestellten früher oder später zu Muskel-Skelett Erkrankungen kommen, was schwerwiegende Folgen mit sich bringt. Dazu gehören zum Beispiel Rückenschmerzen, die du ohne einen geeigneten Bürostuhl bekommen wirst. Solltet ihr keine ergonomischen Möbel wie Stühle, Tische, die richtige Beleuchtung etc. haben, solltest du deinen Geschäftsführer im Sinne der ganzen Firma darauf aufmerksam machen. Kommt es nämlich erst einmal zu physischen Beschwerden, bedeutet dies längere Krankenausfälle der Betroffenen. Und im Endeffekt leiden nicht nur die Erkrankten, sondern auch deine Kollegen, die mehr Arbeit übernehmen müssen und letztendlich auch die ganze Firma, da sich Ausfälle auf lange Sicht bemerkbar machen.

Du weißt nicht wie ein ergonomischer Arbeitsplatz aussieht und was dazu gehört? Sieh dir hier unser kostenloses PDF zum Thema Gesunde Mitarbeiter an.

Sauberkeit und Ordnung

Um Mitarbeiter auch vor Krankheitserregern zu schützen, die erkältete Kollegen mit auf die Arbeit bringen, müssen selbstverständlich hygienische Zustände im Unternehmen herrschen. Dazu muss regelmäßig eine Reinigungskraft in das Unternehmen kommen und Sanitärräume, Aufenthaltsräume und Büroküche putzen. Du als Mitarbeiter solltest natürlich von solchen Aufgaben verschont bleiben. Dennoch sind es du und deine Kollegen, die in der Küche das Geschirr benutzen, im Kühlschrank Lebensmittel vergessen und ablaufen lassen und generell die Räumlichkeiten und Möglichkeiten nutzen. In Zukunft sollte die ganze Belegschaft deshalb auch noch mehr Wert darauf legen, alles sauber zu halten. Geschirr, Toiletten und Kühlschrank stehen nämlich mit ganz oben auf der Liste der verkeimtesten Gegenstände in einer Firma. Damit eben keine Krankheiten von euch bzw. an euch weitergegeben werden, sollte die Reinigungskraft in regelmäßigen Intervallen alle Bakterien wegputzen kommen und den Mitarbeitern ein Wohlgefühl geben, denn in Dreck arbeitet niemand gern! Gleichzeitig kann die Reinigungskraft bei Bedarf auch gleich mit aufräumen. Um deinen eigenen Schreibtisch solltest du dich allerdings selbst regelmäßig kümmern, sodass kein Chaos entsteht und du immer mal wieder zumindest Computermaus und Tastatur desinfizierst. Das wird sich auch positiv bei deinem Vorgesetzten bemerkbar machen.

Persönliche Ratschläge

An dich als Mitarbeiter: Scheue dich nicht davor, deinem Chef diese Informationen mitzuteilen oder diesen Artikel an ihn weiterzuleiten. Auch dies gehört zu einem guten Arbeitsklima – einfach mal herüber zum Vorgesetzten zu gehen und mit ihm über Verbesserungen zu sprechen. Schließlich sollte ihm das Wohl der Firma und somit auch der Belegschaft am Herzen liegen. Solltest du im oberen Abschnitt hauptsächlich alle Aussagen mit „stimmt nicht“ bewertet haben und nicht das Gefühl haben, dass sich in naher Zukunft etwas in deinem Unternehmen verändern wird, solltest du in letzter Instanz über einen Wechsel der Arbeitsstelle nachdenken.

An dich als Vorgesetzten: Höre deinen Mitarbeitern immer zu, wenn sie mit einem Problem oder einem Vorschlag zu dir kommen! Andernfalls sinkt die Loyalität deiner Mitarbeiter dir gegenüber und die Motivation für dich zu arbeiten. Nimm dir die oberen Kriterien zu Herzen, um das Beste für deine Firma und deine Mitarbeiter zu tun.

Es gibt 1 Kommentar

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  1. 1
    Sascha von SH-Internetmarketing

    Die besagte Unzufriedenheit kann aber auch daher rühren, dass man mit völlig überzogenen Idealvorstellungen an einen Job herangeht. Thema „Selbstverwirklichung“.
    Manchmal sind Jobs eben auch nur dazu da, dass am Ende des Monats ein paar Knöpfe auf dem Konto landen, die den Salat bezahlen. Aber eben nur bei manchen Menschen.

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