Vorstellungsgespräch Teil 1: Mit diesen Bewerbungstipps zum Erfolg

Vorstellungsgespräch Teil 1: Mit diesen Bewerbungstipps zum Erfolg


Nachdem ein erfolgsversprechender Lebenslauf und ein herausstechendes Bewerbungsanschreiben an deine Wunscharbeitsstelle abgesendet bzw. eingereicht wurden, geht es nun darum, dich auf das bevorstehende Vorstellungsgespräch vorzubereiten. Ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch hängt von vielerlei Faktoren ab, zum Beispiel einer souveränen Erscheinung, einer ernsthaften Herangehensweise und dem richtigen Verhalten. Mit unseren Bewerbungstipps wirst du dein bevorstehendes Vorstellungsgespräch mit Sicherheit meistern!

Die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Damit dein Gespräch gut läuft und du einen bleibenden Eindruck hinterlässt, gilt es, einige Dinge zu beachten. Sobald du zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wirst, geht es nämlich um mehr als deine Qualifikationen. Diese wurden nämlich schon anhand deines Lebenslaufes überprüft und für passend empfunden. Deine Fähigkeiten und Erfahrungen werden natürlich nochmals im Interview genauer besprochen, dennoch soll durch das persönliche Kennenlernen mit gleicher Relevanz geprüft werden, ob du in das vorhandene Team passt. Merkt der Arbeitgeber, dass du dir Gedanken gemacht hast und vorbereitet bist, kannst du an dieser Stelle schon punkten.

Schritt 1: Recherche

Um umfassend auf dein Bewerbungsgespräch vorbereitet zu sein, solltest du dich ausreichend mit dem Unternehmen auseinandersetzen. Das heißt, du solltest eine ausführliche Recherche starten, in der du versuchst, folgende Fragen zu klären. Was das Unternehmen genau macht, solltest du natürlich bereits vor der schriftlichen Bewerbung geklärt haben.

Worauf ist das Unternehmen spezialisiert?
Welche Ziele hat die Firma?
Für welche Normen und Werte steht die Marke oder das Produkt?

Diese und weitere Fragen gilt es, beantworten zu können, um einen fachmännischen Eindruck zu hinterlassen. Sei auch darauf vorbereitet zu erklären, wieso du in die Firma passt und wieso du dich für die jeweilige Stelle beworben hast. Zu den beliebtesten Fragen gehören zudem, welche deine Stärken und Schwächen sind, wie du mit Problemen und Konflikten umgehst und wo du dich in 5 Jahren siehst. Natürlich gehört es zu einem Bewerbungsgespräch auch, etwas von dir persönlich preiszugeben.

Erzähle etwas über dich und deine liebsten Freizeitaktivitäten, damit dein Wunscharbeitgeber dich noch über deine äußere Erscheinung hinaus beurteilen kann. Natürlich sollten deine Beispiele nicht grundlos gewählt sein, auch dies gilt es also vorzubereiten. Du spielst Fußball oder einen anderen Teamsport? Erzähle beispielsweise, was du an deiner Position magst und wie du während eines Spiels mit deinen Teammitgliedern agierst. Das zeigt damit, du bist teamfähig. Hobbys wie Sportwetten abschließen oder Extremsportarten sollten besser verschwiegen werden, da der Arbeitgeber psychisch und physisch kein Risiko mit dir eingehen möchte.

Schritt 2: Kleidungswahl

Es soll zwar bekanntlich nicht nach dem Äußeren geurteilt werden, dennoch zählt die äußere Erscheinung bei einem Bewerbungsgespräch allemal mit in die Bewertung. Wer es nicht schafft, sich der Branche entsprechend angemessen zu kleiden und gepflegt aufzutreten, der wird schlechte Karten haben. Der schlechte Stil würde nämlich auf deine Arbeitsweise übertragen werden und dem Arbeitgeber zeigen, dass du keinen Sinn für Anpassungsfähigkeit hast. Zum Thema Anpassungsfähigkeit ist auch zu sagen, dass dein Outfit zwar zu dir passen sollte, aber du nicht versuchen solltest, zu viel Individualität darin ausdrücken zu wollen. Immerhin geht es bei einem Vorstellungsgespräch darum zu zeigen, dass du der oder die Richtige für das bestehende Team bist. Das heißt halt eben auch zu zeigen, dass du anpassungsfähig bist. Zuletzt bleibt zum Thema Kleidungswahl zu sagen, dass du deinem potenziellen Arbeitgeber mit dem richtig gewählten Outfit zeigen kannst, dass du dich vorbereitet hast.

Schritt 3: Erfolgskriterien

Neben selbstsicheren Antworten und einem souveränen Auftreten gilt es natürlich noch weitere Dinge zu beachten, damit dein Vorstellungsgespräch erfolgreich wird:

  1. Ausreichend Schlaf: Du solltest auf jeden Fall ausgeschlafen zum Bewerbungsgespräch erscheinen. Schon mit Augenringen oder einem müden Gesicht aufzutauchen, macht nicht den besten Eindruck. Wenn du also jemand bist, der bei Aufregung länger zum Einschlafen braucht, dann gehe am Vorabend lieber etwas früher zu Bett, um lange Einschlafphasen auszugleichen.
  2. Frühstück: Ein ausgewogenes und gesundes Frühstück wird dir nicht nur Energie für den Tag geben, sondern sich auch positiv auf deine Denkkraft auswirken. Zudem ist es gut für dich, schon einige Zeit vor dem Vorstellungsgespräch auf den Beinen zu sein. So kannst du dich mental noch einmal auf das Gespräch vorbereiten und wirst nicht direkt aus dem Bett hinein „ins kalte Wasser geschmissen“.
  3. Pünktlichkeit: Pünktlich zum Bewerbungsgespräch zu erscheinen ist das A & O, denn damit beweist du deine Verlässlichkeit. Du zeigst, dass du vorausplanen kannst, um Verspätungen entgegenzuwirken. Plane also immer genügend Anreisezeit ein, um auf eine Stausituation, Parkplatzsuche oder Verspätungen der Bahn und öffentlichen Verkehrsmittel vorbereitet zu sein.

Die 5 Gesprächsphasen eines Bewerbungsgespräches

Gesprächsphasen Vorstellungsgespräch

1. Smalltalk-Phase

In der ersten Phase kommt es darauf an, einen guten ersten Eindruck zu machen. Ob du als sympathisch empfunden wirst oder nicht, entscheidet sich nämlich bereits innerhalb der ersten Sekunden. Sei also gelassen, freundlich und selbstbewusst. Ein breites Lächeln zu Beginn prägt zudem positiv den Eindruck.

2. Kennenlern-Phase

Hier geht es darum, dich selbst zu präsentieren. Du kannst davon ausgehen, dass alle Interviewer deinen Lebenslauf kennen. Erzähle also nicht genau das, was sie ohnehin schon wissen. Du solltest also detailliert auf relevante Erfahrungen aus vergangen Jobs eingehen, die dich für die ausgeschriebene Stelle qualifizieren. Punkte zudem mit deiner Persönlichkeit.

3. Firmenpräsentationsphase

Nachdem du dich vorgestellt hast, wird dein Gesprächspartner das Unternehmen vorstellen. Eine klassische Frage zu Beginn dieser Phase ist oft, was du bereits über das Unternehmen weißt. Sobald über die Geschichte, die Vision und die Zukunftsaussichten des Unternehmens erzählt wurde, wird dich dein Gesprächspartner über zukünftige Karriereaussichten und Anforderungen an dich aufklären.

4. Rückfragen-Phase

Bevor das Vorstellungsgespräch zu Ende ist, wirst du gefragt werden, ob du noch weitere Fragen hast. Die Antwort hierauf sollte immer „Ja“ sein, denn das zeigt dein Interesse. Falls dir keine eigenen Fragen während des Interviews eingefallen sind, dann sind hier drei Beispielfragen, die du immer stellen kannst: „Warum ist die Position nicht besetzt?“ „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten werden angeboten?“ „Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?“

5. Abschluss-Phase

Das Gespräch ist beendet, sobald beiderseits keine weiteren Fragen mehr offen sind. Natürlich beendest du nicht das Gespräch, sondern lässt dich bis hin zum Aufstehen und abschließendem Händedrücken führen. Eine genauere Beschreibung für ein ideales Ende des Bewerbungsgespräches findest du am Ende dieses Beitrags.

Dein Verhalten während des Vorstellungsgespräches

Bei einem Bewerbungsgespräch wird deine empathische Seite getestet. Menschen, die arrogant, uninteressiert, zu nervös oder unorganisiert wirken, haben schlechtere Chancen erfolgreich am Bewerbungsprozess teilzunehmen.

Lass dich leiten

Dein potenzieller Arbeitgeber bestimmt den Verlauf des Kennenlernens. Dies beginnt bereits bei der Begrüßung: Gibt er oder sie dir die Hand, erwidere den Handschlag angemessen stark. Setz dich erst hin, sobald dir ein Platz angeboten wird. Und wenn dein Gegenüber dich fragt, ob du die Firma besichtigen möchtest, dann sagst du ja.Etwas empathisches Empfinden gehört natürlich auch dazu, um zu realisieren, was von dir erwartet wird. Zudem weißt du vorher nie, in welche Richtung sich das Gespräch entwickelt. Normalerweise werden 45 Minuten für ein Vorstellungsgespräch angesetzt, manchmal kann es allerdings auch 90 Minuten dauern. Bringe daher immer einen guten Zeitpuffer mit, um nicht irgendwann in Zeitdruck zu geraten.

Gesprächsthemen

Auch bei den Gesprächsthemen lässt du dich von deinem Gegenüber leiten. Für eine bunte Themenvielfalt wird dein Gesprächspartner schon bei der Vorbereitung gesorgt haben, denn er hat schließlich ganz besondere Vorstellungen, was er von dir wissen möchte. Natürlich ist es gut, wenn dir während des Gespräches oder schon vorab Fragen einfallen, die du unbedingt stellen möchtest. Diese kannst du, wenn passend, immer zwischendurch stellen. Anderenfalls wirst du, sobald dein Gesprächspartner fertig ist mit seinen Fragen, auch die Möglichkeit haben, Antworten auf deine Fragen zu bekommen. Indem du Fragen stellst, zeigst du dein Interesse an der Arbeitsstelle und machst dahin gehend einen guten Eindruck. Auch Small Talk kann sich positiv auf deine Sympathiepunkte auswirken. Habt ihr zum Beispiel das gleiche Hobby? Solange dein Gegenüber darüber sprechen möchte und nicht das Thema wechselt, kannst du die Chance nutzen, um eine Bindung aufgrund von Gemeinsamkeiten aufzubauen.

Körpersprache

Der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick benannte die erste Grundlage seiner Kommunikationstheorie mit „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Damit lag er vollkommen richtig, da wir selbst, wenn wir nicht sprechen, immer über unsere Körpersprache kommunizieren. Wir verraten also oft über unsere Gestik und Mimik was wir fühlen, ohne aussprechen zu müssen, was wir denken. Natürlich kann Körpersprache auch falsch von deinem Gegenüber interpretiert werden, dennoch gilt es besonders im Vorstellungsgespräch, folgende acht nonverbale Signale zu vermeiden, die bei Personalern negativ auffallen.

  1. Kein Lächeln
  2. Gekrümmte Körperhaltung
  3. Herumzappeln, hibbeliges Verhalten
  4. Schlaffer Händedruck
  5. Verschränkte Arme
  6. Herumspielen mit den Haaren
  7. Herumfummeln mit den Händen
  8. Kein Blickkontakt

Durch deine Mimik und Gestik kannst du bei deinem Gesprächspartner Sympathie wecken – aber eben auch das Gegenteil. Deshalb ist es wichtig, dass du die passende Körpersprache zu deinen Aussagen vermittelst. Nur so entsteht bei deinem potenziellen Vorgesetzten ein stimmiges Bild über dich, welches enorm wichtig für deine Authentizität und Vertrauenswürdigkeit ist.

Blickkontakt

Der potenzielle Vorgesetzte wird dich im Gespräch ganz genau fokussieren und den Blickkontakt mit dir suchen. Das zeigt dir, dass er echtes Interesse hat. Gehe darauf ein und zeige ihm andersherum, dass auch du offen, interessiert und selbstsicher bist, indem du den Blickkontakt hältst. Sind mehrere Gesprächspartner mit im Raum, versuche jeden gleichermaßen in die Augen zu schauen, vor allem, während du selbst sprichst. Das zeigt, dass du alle Parteien mit in das Gespräch einbeziehst.

Hände richtig nutzen

Oft besteht das Problem im Vorstellungsgespräch, dass der Bewerber nicht weiß, wohin mit den Händen. Dann fängt er meistens an, an den Fingern oder dem Stuhl herumzupulen. Erkennst du dich bei dem Gedanken wieder? Das sollte dir in Zukunft nicht mehr passieren, um dich von den anderen Bewerbern abzuheben, indem du selbstsicherer wirst. Bestenfalls legst du deine Hände einfach ruhig, mit geöffneten Handflächen, auf dem Tisch vor dir ab. Wenn du deine Hände nicht ruhig liegen lassen kannst, dann nutze sie zum Gestikulieren vor deinem Bauch, um das Gesagte zu unterstreichen. Aber Achtung: Mach nur kleine, langsame Bewegungen, damit du keine Unruhe in das Gespräch bringst. Das fällt dir schwer? Dann nutze deine Hand lieber zum Schreiben und mache dir während des Bewerbungsgespräches Notizen. So vergisst du am Ende keine deiner Fragen und hast zusätzlich etwas in den Händen, sodass du nicht anfängst, mit deinen Fingern herumzuspielen. Aber auch hier sei Achtung geboten, denn zum Beispiel ein Kugelschreiber verleitet schnell dazu, auf ihm herumzudrücken. Die Hauptsache ist also: Bleibe entspannt.

Der Abschluss des Vorstellungsgespräches

Wurden nicht ohnehin schon alle Fragen während des Gespräches geklärt, solltest du dich zum Ende noch erkundigen, wann du ungefähr mit einer Antwort rechnen kannst. Betone, bevor du gehst, wie gut dir das Gespräch gefallen hat und, dass du dir durch die gesammelten Informationen nun noch sicherer bist, für das Unternehmen arbeiten zu wollen und dich freuen würdest, wenn es klappt. Bedanke dich abschließend für die aufgebrachte Zeit und verabschiede dich mit einem kräftigen Händedruck und einem breiten Lächeln. Deine Körperhaltung ist natürlich von Eintritt bis zum Verlassen der Firma aufrecht. Erst, wenn du das Gebäude verlassen hast, darfst du dich wieder fallen lassen, denn der letzte Eindruck ist mindestens genauso wichtig, wie der Erste. Viel Erfolg!

Nun ist erst einmal Warten angesagt. Du solltest jedoch nicht alles auf eine Karte setzen, sondern dich gleichzeitig bei mehreren Arbeitgebern bewerben. Bei dem ganzen Bewerbungsstress vergisst man schnell einmal die alltäglichen Aufgaben im Haushalt. Keine Sorge, wir unterstützen dich gern beim Hausputz, damit du dich vollends auf deine Vorstellungsgespräche vorbereiten kannst.
BOOK A TIGER

Es gibt 1 Kommentar

Jetzt kommentieren