10-jähriges Jubiläum: Internationaler Tag der Putzfrau (und des Putzmanns)


Internationaler Tag der Putzfrau

Vor zehn Jahren kam die Krimi-Autorin Gesine Schulze bei Recherchen zu ihrer Romanfigur Karo Rutkowsky auf die Idee den Menschen mehr Anerkennung zu verschaffen, die unser alltägliches Leben sauberer machen: den Putzfrauen (und natürlich auch den Putzmännern).

Wir von BOOK A TIGER sind ein junges Vermittlungsunternehmen und wir wissen, dass der Erfolg vor allem von Putzkräften auf unserer Plattform abhängt. Ihre tägliche Leistung und ihr Vertrauen in BOOK A TIGER sind unsere Grundlage. Deshalb sind wir stolz auf die TIGER, aber vergessen auch nicht die anderen Putzkräfte auf dieser Welt. Außerdem wollen wir das unzutreffende Schmuddel-Image zurückweisen. Diese Menschen üben eine körperlich anstrengende Arbeit aus und dafür werden sie manchmal sogar belächelt. Putzen mag „Drecksarbeit“ sein, es geht aber um den Dreck anderer. Wer hier anpackt und hilft, hat nur Lob und Dank verdient.

BOOK A TIGER dankt allen Putzkräften für ihre Arbeit!

Das Motto des Tages lautet: „Eine Rose für die Putzfrau – eine reinweiße natürlich…„. Vor zwei Tagen haben wir auf diesem Blog schon einmal auf diesen Tag und die dahinterliegenden Probleme hingewiesen. Zusätzlich möchten wir zur Ehrung des Tages einer Putzfrau und einem Putzmann aus Berlin eine Stimme verleihen. Wir vermitteln nämlich nicht nur Reinigungskräfte, sondern wir verbinden Menschen. Aus diesem Grund lassen wir nun zwei Putzkräfte zu Wort kommen.

Putzen ist weder Frauen- noch Männersache, sondern ehrliche Arbeit! Dazu zwei kurze Interviews mit Putzkräften aus Berlin:


Putzfrau Aleksandra

Interview mit: Aleksandra Niemczuk

Wo wohnst du und wie heißt du?

„Ich wohne in Potsdam und heiße Aleksandra Niemczuk. Zum Putzen fahre ich aber auch öfter nach Berlin oder in kleinere Vororte.“

Wie bist du zu der Tätigkeit gekommen und wie lange machst du das schon?

„Ich bin schon seit elf Jahren in diesem Bereich tätig und habe auch mein eigenes kleines Reinigungsunternehmen aufgebaut. Für mich ist das Putzen zu einer wichtigen Einkommensquelle geworden. Auch nach elf Jahren fahre ich noch immer positiv zu den Menschen. Dadurch gelingt es mir in der Regel eine gute Stimmung zu erzeugen. Es geht schließlich nicht nur um die Reinigung!“

Was ist für dich beim Putzen entscheidend?

„Als langjährige Putzkraft bin ich stolz auf meinen Beruf.  Für mich sind folgende Eigenschaften von Bedeutung: professionell, verantwortlich und kenntnisreich an die Sache gehen. Die zweite Eigenschaft sticht für mich aber heraus. Ohne Vertrauen zwischen mir und der anderen Person, deren Wohnung ich reinige, funktioniert es auf Dauer nicht.“

Wie verstehst du unter Vertrauen?

„Ich meine, immerhin überlassen sie mir die ganze Wohnung. Manchmal verlassen sie das Haus während ich putze. Deshalb versuche ich immer alles möglichst genau abzusprechen. Kommunikation ist der Schlüssel. Außerdem lernt man so auch interessante Menschen kennen. Ich habe Kontakt zu völlig anderen Personenkreisen bekommen, sei es Professoren, Bankangestellte oder auch andere Reinigungskräfte. Das ist der schöne Teil an der Arbeit.“

Danke für den kurzen Einblick in deinen Arbeitsalltag Aleksandra.


Jose Putzkraft

Interview mit: Jose Francisco Asuaje Palmero

Wie heißt du und woher kommst du?

„Ich heiße Jose Francisco Asuaje Palmero und komme ursprünglich aus Venezuela. Leider geht es meinem Land wirtschaftlich zurzeit nicht sehr gut. Deshalb habe ich beschlossen nach Deutschland auszuwandern, um hier Programmierer zu werden. Vorher habe ich in meiner Heimat ein wenig Deutsch gelernt.“

  Wie bist du eigentlich zu der Tätigkeit gekommen und hast du auch schon in Venezuela geputzt?

„Ja, also zu Hause in Venezuela war ich lange in der Gastronomie tätig und es hat mir eigentlich immer mehr oder weniger Spaß gemacht. Ich habe in Hotels und Restaurants gearbeitet und auch geputzt. Es ging immer um einen Service. Deshalb betrachte ich diese Tätigkeit als eine Dienstleistung von Menschen für Menschen.“

Welche Erfahrungen machst du mit den Menschen deren Wohnungen du putzt?

„Ich habe einmal bei einer Frau gearbeitet und Sie war sehr überrascht, weil sie noch nie einen Mann gesehen hat, der so gut putzen kann. Das hat mich zusätzlich motiviert. Ich finde es immer wichtig, wenn Leute fröhlich sind und mit mir reden. Das macht die Arbeit interessanter. Außerdem finde ich, dass Männer ebenso gut putzen können wir Frauen. Putzen ist keine Frage des Geschlechts, sondern der Reinlichkeit. “

Mal abgesehen vom Geldverdienen, was treibt dich an diese Tätigkeit auszuüben?

„BOOK A TIGER und der Reinigungsjob sind meine erste Möglichkeit in Deutschland zu arbeiten. Das ist ganz wichtig für mich, weil ich dadurch ein Teil der Gesellschaft bin. Es ist zwar noch sehr viel fremd für mich in Berlin, aber durch das Putzen lerne ich neue Dinge kennen. Das ist super und eine Motivation zu bleiben.“

Auch dir Jose, danke für das Interview.

 

Im Namen unserer Kunden und des BOOK A TIGER-Teams loben wir alle Putzfrauen (und -Männern). Ihr macht eine saubere Arbeit!