Regelmäßig richtig lüften – 6 gute Gründe für deine Gesundheit

Regelmäßig richtig lüften – 6 gute Gründe für deine Gesundheit


Das Gehirn jedes Menschen macht zwar nur ca. zwei Prozent der Körpermasse aus, jedoch benögt es 20 % des gesamten Energiebedarfs. Wird dem Gehirn kein Sauerstoff mehr zugeführt, werden wir bereits nach ungefähr zwölf Sekunden bewusstlos, woraufhin nach drei bis sechs Minuten die ersten Nervenzellen absterben. Immerhin ist eine ausgewogene Sauerstoffversorgung die Grundvoraussetzung für alle Stoffwechselvorgänge in deinem Körper, was wiederum der ausschlaggebende Faktor für Wohlbefinden, Gesundheit und Kraft ist. Überleben könntest du immerhin einige Tage ohne Wasser, sogar einige Wochen ohne Nahrung, aber nur einige Minuten ohne Luft.

Du kannst dir also vorstellen, wie schädlich es für dich sein wird, wenn die Qualität der Atemluft schlecht ist. Wir geben dir in diesem Beitrag 6 gute Gründe, wieso es für deinen Körper so wichtig ist, regelmäßig zu lüften. Zudem erklären wir dir, wie du am besten im Sommer und im Winter richtig lüften kannst, denn ja, auch hierbei kann man etwas falsch machen!

6 Gründe, warum du regelmäßig richtig lüften solltest

#1 Denkkraft und Konzentration

Ein sinkender Sauerstoffgehalt in geschlossenen Räumen ist für die Konzentration eher weniger relevant. Dies würde sich beispielsweise in den Bergen erst ab einer Höhe von ca. 4000 Metern bemerkbar machen. Im Büro ist der Grund für sinkende Konzentration und weniger Denkkraft allerdings auf einen steigenden Kohlenstoffdioxid-Gehalt zurückzuführen.
richtig lüften, damit die Atemluft optimal bleibt
Wie in der Abbildung zu sehen ist, besteht die natürliche Zusammensetzung unserer Atemluft aus ca. 21 Prozent aus Sauerstoff, aus ungefähr 78 Prozent aus Stickstoff und das letzte Prozent setzt sich aus Edelgasen, Kohlendioxid und Wasserstoff zusammen.

#2 Müdigkeit

Durch das ungleiche Verhältnis von Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff wird nicht nur das Denken erschwert, sondern der Körper wird müde. Frischluft enthält wie beschrieben ca. 21 % Sauerstoff, allerdings nur 0,04 % Kohlenstoffdioxid. Hingegen atmen wir schon etwas verbrauchte Luft mit einem Sauerstoffanteil von 16 % wieder mit einem Kohlenstoffdioxidanteil von vier Prozent aus. Für unser Gehirn bedeutet das nun, dass es nicht mehr ausreichend durchblutet wird, also nicht mehr genügend Sauerstoff zugeführt bekommt. Zudem steigt der CO2-Gehalt in der Luft, weswegen sich die Blutgefäße weiten, um möglichst viel Sauerstoff aufnehmen zu können. Dadurch, dass daraufhin der Blutdruck sinkt, werden wir letztlich müde.

#3 Gesundheitliche Folgen

Eine Sauerstoffkonzentration in der Luft ist bis zu 18 % unbedenktlich. Wird dagegen nur ein Prozent an Kohlenstoffdioxid gemessen, kann der Mensch sich schon unwohl fühlen und Kopfschmerzen bekommen. Natürlich ist die Empfindlichkeitsschwelle bei jedem Menschen unterschiedlich, dennoch sind die Symptome die gleichen: Zunächst kommt die beschriebene Müdigkeit. Steigt die CO2-Konzentration weiter, wirst du einschlafen und kannst als letzte Instanz sogar ins Koma fallen.

#4 Kopfschmerzen und Atemwegserkrankungen

Gut, wir gehen mal nicht davon aus, dass der CO2-Gehalt bei dir zu Hause oder im Büro so stark ansteigt, dass du ins Koma fallen würdest. Vorher würde dein natürlicher Instinkt dich dazu bringen, das Fenster zu öffnen. Dennoch kann zu trockene Luft zu Kopfschmerzen, einem kratzigen Gefühl im Hals und sogar zu Atemwegserkrankungen führen. Ein klares Indiz für sehr trockene Luft sind elektrostatische Aufladungen, die sich anhand von elektrischen Schlägen oder fliegenden Haaren zeigen.

#5 Schimmelbildung vermeiden

Wenn du nicht regelmäßig lüftest, steigt mit der Zeit der Luftfeuchtigkeitsgehalt, was zur Schimmelbildung führen kann. Eine Schimmelbildung bringt nicht nur negative Folgen inform von überflüssigen Kosten zur Schimmelbekämpfung mit sich, sondern kann sich auch in gesundheitlichen Schäden zeigen. Die Allergene, also die Eiweiße in den Pilzsporen oder -fäden, die dann um uns herumfliegen, können nämlich Allergien, wie Asthma oder Heuschnupfen auslösen. Das Risiko ist dabei allerdings nicht für alle Menschen gleich hoch. Das Risiko ist für diejenigen höher, die bereits an Allergien wie z. B. Neurodermitis oder Heuschnupfen leiden. Aber keine Panik: Nur, weil du einen Schimmelpilz in deiner Wohnung entdeckst, heißt es nicht, dass du gleich erkrankst. Trotzdem solltest du dich um seine baldige Beseitigung kümmern.

#6 Schadstoffe

Die Raumluft setzt sich nicht immer gleichermaßen optimal zusammen, also so, wie in #1 gezeigt. Lüftest du nicht regelmäßig, sammeln sich in der Raumluft kontinuierlich weitere Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Schwefel- und Stickstoffverbindungen, Aerosole, Staubpartikel, Kohlenstoffmonoxid, Ozon oder weitere Schadstoffe an. Durch diese veränderte Zusammensetzung ist die Atemluft für dich nicht mehr optimal. Wirke dem entgegen, indem du einen regelmäßigen Luftaustausch durch das weite Öffnen eines Fensters ermöglichst.

Richtig lüften – So geht’s:

Es ist wichtig, mindestens drei mal am Tag zu lüften. So kann ein optimales Raumklima und eine angemessene Luftfeuchtigkeit gewährleistet werden. Die optimale Wohnraumtemperatur beträgt 20 Grad, wobei die ideale Temperatur bei der Büroarbeit mindestens 22 °C, maximal jedoch 26 °C sein sollte. Die Luftfeuchtigkeit sollte immer ungefähr 50 % betragen.

Im Winter

  • Es ist im Winter darauf zu achten, dass immer nur fünf bis zehn Minuten stoßgelüftet wird. Lasse das Fenster im Winter nicht zu lange offen, damit der Raum nicht zu sehr auskühlt.
  • Du magst es lieber, wenn ständig ein bisschen Luft hineinzieht und das Fenster auf Kipp steht? Gewöhne dir das besser ab, denn diese Methode zu lüften bringt dir letztlich nur ausgekühlte Räume. Die Kippfunktion des Fensters ist im Winter nur in ungeheizten Räumen wie beispielsweise dem Keller sinnvoll, da die Bildung von Kondenswasser und Schimmel durch den regelmäßigen Luftaustausch ausgeschlossen wird.
  • Lüfte also immer mit voll geöfnetem Fenster. Wenn möglich, lüfte quer, sodass ein Durchzug entsteht. So kann die trockene Luft am schnellsten in deine Wohnung eindringen und die warme Luft schnellstmöglich austreten.
  • Mache zusätzlich das Fenster auf, wenn die Luftfeuchtigkeit durch Duschen oder Baden, Kochen, Bügeln oder Ähnliches erhöht wurde.
  • Die Heizung sollte vor dem Lüften immer abgeschaltet werden, um die Umwelt und deinen Geldbeutel zu schonen.

Im Sommer

  • Wenn es draußen warm ist, gilt es darauf zu achten, dass die Außenluft weniger Feuchtigkeit enthält als die Zimmerluft. An heißen Tagen im Sommer sind das meistens die frühen Morgenstunden und die späten Abendstunden.
  • Auch im Sommer gilt, dann stoßzulüften oder sogar einen Durchzug zu ermöglichen. Da keine Gefahr darin besteht, dass die Räume zu sehr auskühlen, kann das Fenster dann ruhig eine halbe Stunde, über Nacht sogar komplett, auf bleiben.
  • Das dauerhafte Lüften auf Kippstellung am Tag ist auch im Sommer eher unvorteilhaft, da durch die feuchte Luft von Außen nur die Raumluftfeuchtigkeit erhöht werden würde. Anders ist es in der Nacht: Besonders im Schlafzimmer gibst du stetig Feuchtigkeit durch deinen Atem an die Luft ab. Diese überschüssige Raumluftfeuchtigkeit, die übrigens auch durch viele Pflanzen entsteht, kann dann nach außen abgeleitet werden.

Fazit

Der Körper kann sich gut an einen niedrigeren Sauerstoffgehalt adaptieren. Negativen Einfluss hat allerdings der steigende Kohlenstoffdioxidgehalt auf Müdigkeit, Konzentration, Leistung und Gesundheit. Aus diesem Grund, und um Schimmelbildung in Räumen zu vermeiden, ist es sinnvoll, regelmäßig zu lüften. Dies gilt für zu Hause und das Büro.

Da sich die Qualität der Raumluft auf unsere Gesundheit auswirkt, ist es von großerer Wichtigkeit, die Atemluft in unserer Umgebung regelmäßig auszutauschen, indem richtig gelüftet wird. Die Luftqualität wird allerdings auch enorm durch Staub, Bakterien und Gerüche beeinträchtigt, weswegen eine regelmäßige, gründliche Reinigung deiner Wohnung und Büroräume unumgehbar ist! Wir unterstützen dich gern dabei:
BOOK A TIGER

Wenn dir jetzt durch den regelmäßigen Gang zum Fenster, weil du richtig lüften willst, auffällt, wie verschmutzt diese eigentlich sind, dann haben wir hier eine Anleitung zum streifenfreien Fenster putzen für dich.

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