Schritt für Schritt-Anleitung: richtig Bügeln mit Bügeleisen

Schritt für Schritt-Anleitung: richtig Bügeln mit Bügeleisen


Knitterfreie Wäsche sieht einfach schöner aus. Bei manchen Kleidungsstücken reicht es schon aus, wenn du sie nach dem Waschen einmal ordentlich ausschüttelst und sie aufhängst, damit keine Falten entstehen. Andere Kleidungsstücke musst du hingegen mit einem Bügeleisen glätten. In diesem Beitrag erfährst du alles rund um das Thema Bügeln.

Was darf ich bügeln?

Wenn du dir nicht sicher bist, welche deiner Kleidungsstücke du überhaupt bügeln darfst, dann musst du einfach nur das eingenähte Etikett betrachten. Dort findest du ein kleines Bügelsymbol. Wenn es durchgestrichen ist, solltest du besser die Finger vom Bügeleisen lassen. Im Regelfall gilt dies für Seide, Wolle, Viskose und Nylon. Ist das Symbol nicht durchgestrichen, kannst du das Kleidungsstück in der Regel mit hohen Temperaturen bügeln. Das gilt meist für Leinen- oder Baumwollstoffe.

Wie gehe ich beim Bügeln vor?

Zunächst werden die Kleidungsstücke danach sortiert, wie heiß sie gebügelt werden dürfen. So vermeidest du lästiges Temperaturverstellen und sparst Zeit. Beginne mit der empfindlichen Kleidung bei schwacher Hitze und erhöhe die Temperatur nach und nach für die robusteren Kleidungsstücke.

Textilien werden immer feucht gebügelt! Sofern du kein Dampfbügeleisen besitzt, solltest du die Kleidungsstücke entweder nach dem Waschen bügeln, solange sie noch feucht sind. Du kannst sie allerdings auch nach dem Trocknen noch einmal mit einer Sprühflasche anfeuchten. Wenn du ein Dampfbügeleisen nutzt, dann musst du die Wäsche nicht noch einmal befeuchten, da es die nötige Feuchtigkeit von selbst produziert. Achte jedoch darauf, vor dem Bügeln immer einige Male Dampf abzulassen, damit das Bügeleisen entkalkt wird.

Stelle dein Bügelbrett auf Höhe deiner Hüfte, bevor du beginnst. Dadurch sorgst du für eine gesunde Körperhaltung. Nimmst du beim Bügeln eine gekrümmte Haltung ein, kann es schnell zu Verspannungen kommen, da eine solche Haltung nicht gut für den Rücken ist. Achte also darauf, deinen Rücken zu schonen.

Was genau sagen mir die Bügelsymbole?

Bügeln

Kein Punkt
Das Symbol sagt aus, dass das Textilstück generell gebügelt werden darf.

1 Punkt
Das Textilstück darf mit niedrigen Temperaturen gebügelt werden. Dazu zählen sehr empfindliche Stoffe wie dünne Wolle oder Seide. Dies gilt auch für Kleidung aus Chemiefasern.

2 Punkte
Kleidung darf bei mittlerer Temperatur gebügelt werden. Dies ist die Normaleinstellung für die meisten Kleidungsstücke und sogar Hemden.

3 Punkte
Das Kleidungsstück wird mit hoher Temperatur gebügelt. Diese Einstellung eignet sich für Bettwäsche, Laken, Gardinen und auch dicke Pullover, wenn die Stoffe aus Baumwolle oder Leinen bestehen.

Durchgestrichen
Das Kleidungsstück darf nicht gebügelt werden, da es zu empfindlich ist! Solltest du es doch unbedingt bügeln müssen, legst du das Textilstück zwischen zwei feucht-nasse Haushaltstücher, um den Stoff zu schützen.

Bügeln – Wie funktioniert’s denn nun?

Damit nicht Teile des Kleidungsstücks, die du schon gebügelt hast, neu zerknittern, ist es sinnvoll, diese Reihenfolge beim Bügeln einzuhalten:

  1. Das Bügeleisen wird immer waagerecht am Körper vorbeigeführt, um Verbrennungen zu vermeiden.
  2. Das Kleidungsstück wird mit der freien Hand straff gezogen, damit du keine Falten hineinbügelst.
  3. Du beginnst mit den kleinen, kliffligen Teilen: Knopfleiste, Knopflochleiste, Kragen, Manschetten, Schulterpartie und Ärmel.
  4. Zuletzt kommen die zwei großflächigen Teile: Brust- und Rückenpartie.

Wie bügle ich ein Hemd richtig?

Brauchst du trotz unserer Anleitung noch Hilfe beim Bügeln oder hast du einfach keine Zeit dafür? Keine Sorge, neben einer professionellen Wohnungsreinigung kannst du zusätzlich auch deine Wäsche von unseren Tigern bügeln lassen.

Wenn du auch mal ausprobieren möchtest, deine Wäsche ohne Bügeleisen zu bügeln, dann erfährst du hier wie es geht. Wenn das Thema Wäsche generell nicht so dein Ding ist, dann erklären wir die 8 häufigsten Fehler, damit in Zukunft mit unseren Tipps alles glatt läuft.

Es gibt 1 Kommentar

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  1. 1
    Alana

    Wenn die Wäsche (noch oder schon wieder) feucht ist, kann man sich das Dampfbügeln sparen – der Dampf kommt dann aus der Wäsche. Was dagegen ganz trocken ist, bügle ich nur mit mehr oder weniger Dampf je nach Stoffart (Hemden brauchen nur wenig Dampf, dicke Jeans oder die Platz-Sets brauchen mehr).

    In meiner Vor-Dampfbügeleisen-Zeit hab ich die Wäsche mit einem Wäschesprenger angefeuchtet, einzeln zusammengerollt und in einer Plastiktüte ein Stündchen oder über Nacht „ziehen“ lassen, oder ich hab die Sachen noch halbfeucht vom Wäscheständer weg gebügelt.

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