So putzt die Welt


(Quelle: krockenmitte/ photocase.de)

(Quelle: krockenmitte/ photocase.de)

Dreck gibt es überall. Geputzt werden muss also in jeder Weltregion. Dennoch: „Andere Länder, andere Sitten“ gilt auch beim Hausputz. Der Putzbedarf-Hersteller Vileda hat die Putzvorlieben der Weltbürger erforscht und dabei Erstaunliches zutage gebracht.

US-Amerikaner sind bekannt für ihre Liebe zu Burger, Pommes und Baseball. Aber auch der nahezu paranoide Ekel vor Bakterien ist im Land der unbegrenzten Möglichkeiten weit verbreitet. Ein gewisser Abstand vom Schmutz muss also auch beim Putzen gegeben sein. Der am meisten verkaufte Wischmob in den USA hat daher eine eingebaute Auswring-Funktion – wer will schließlichlich in Berührung mit dem verkeimten Schmutzwasser kommen?

Mit dieser Sensibilität können die Südeuropäer nichts anfangen: Richtig sauber wird es doch nur, wenn man den Putzlappen kräftig mit den Händen auswringt. Die meist steinigen Böden werden mit viel Wasser und einem eher kleinen und somit wendigen Mob geschrubbt. 

In Nordeuropa, wo PVC-Böden überwiegen, wird es am schnellsten mit einem sogenannten „Flachwischer“ sauber. Der gleitet über den Boden, kommt mit sehr wenig Wasser aus.

Der Asiatische Lappen am Stock

Auf alte Traditionen schwört man in Asien nicht nur bei medizinischen Behandlungen oder an Festtagen. Auch die Putzgewohnheiten haben sich bewährt: Ein einfacher Lappen an einem kurzen Stock erfüllt seit jeher den Zweck – pragmatisch und Platz sparend. In Arabien hingegen lässt man den Mob lieber gleich ganz weg. Dort wird ein Eimer mit Wasser und Putzmittel auf dem gefliesten Boden ausgekippt und die ganze Mischung dann mit einem großen Schieber nach draußen geschoben.

Gesetzlich verankertes Reinemachen in Schwaben: die Kehrwoche

Die Putz-Welt ist ganz schön vielseitig, aber wer glaubt, dass es bloß unter den Nationen große Unterschiede gibt, der irrt. Regional gibt es ebenfalls ganz eigene Putzgewohnheiten, ein ganzer Putzäquator soll in Deutschland die Grenze zwischen den Vorlieben der Nord- und Süddeutschen markieren. Die Kehrwoche beispielsweise ist eine ur-schwäbische Institution und war bis in die 1990er sogar gesetzlich verankert. Sie wird abwechselnd von den Bewohnern des entsprechenden Hauses durchgeführt – Treppenhaus und Bordstein müssen dann gesäubert werden.

Putzmuffel gibt es überall

Wer bei all den internationalen Vorlieben nun noch weniger Lust auf den eigenen Wohnungsputz hat, kann sein Gewissen beruhigen: Putzmuffel gibt es überall.