Detox für den Kleiderschrank: So misten Sie richtig aus

Detox für den Kleiderschrank: So misten Sie richtig aus


Der Winter liegt hinter uns, die Tage werden wieder länger und die Vorfreude auf den Frühling macht wie jedes Jahr Lust auf Neues: Machen Sie in Ihrem Kleiderschrank Platz für die neue Frühjahrsmode.

Im Trend liegen zum Beispiel Blousons in Seidenoptik – mehrfarbig, einfarbig oder mit Stickereien. Auch Overalls oder Einteiler können sich im Frühjahr und Sommer sehen lassen. Die Farbe des Jahres 2016 ist laut Jolie übrigens Pantone, ein Farbton zwischen Aubergine und Pink. Auch Pastelltöne dominieren in der zarten Jahreszeit wieder die Straßen. Ob für Frauen oder Männer? Die Frage stellt sich schon fast nicht mehr. Dort wo Modetrends entstehen, sind die Geschlechtergrenzen längst verschwommen. Nutzen Sie also die neue Jahreszeit, um einmal richtig auszumisten.

Manche Kleidungsstücke befinden sich schon seit Jahren in unserem Besitz, ohne dass sie es in der letzten Zeit ans Tageslicht geschafft haben – es kann sehr befreiend sein, sich von diesen Stücken zu trennen und sich anschließend wieder aufs Wesentliche zu konzentrieren. Doch wohin mit der aussortierten Kleidung? Es gibt verschiedene Optionen, aber fangen wir am besten von vorne an.

Vorbereitung

Misten Sie nicht zwischen Tür und Angel aus, nehmen Sie sich Zeit. Ein Samstagvormittag oder ein Sonntagnachmittag sollte pro Haushalt ausreichen. Denken Sie sich eine kleine Belohnung aus, zum Beispiel ein Besuch in Ihrem Lieblingsrestaurant oder ein neues Shirt – das steigert die Motivation.

Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich gut organisieren: Ziehen Sie bequeme Kleidung an, suchen Sie passende Musik raus und beschriften Sie drei Kisten für jeweils unterschiedliche Zwecke.

1. Weggeben: In fast jedem Kleiderschrank befinden sich Stücke, aus denen man über die Jahre rausgewachsen ist. Nicht nur was die Größe, sondern auch was den Stil angeht. Bandshirts und Tierprints waren vielleicht vor ein paar Jahren noch voll Ihr Ding, doch mittlerweile zieht es Sie zu einer klassischeren Garderobe. Kleidung, die Ihnen nicht mehr passt oder nicht mehr Ihrem Geschmack entspricht, sollten Sie jedoch nicht wegschmeißen: Es gibt zahlreiche Adressen, die sich über gut erhaltene Kleidung freuen.

  • Eine Möglichkeit ist, sich bei Secondhand-Plattformen wie Kleiderkreisel sein Taschengeld aufzubessern. Hier können Sie Ihre Kleidung verkaufen aber auch verschenken oder tauschen. Und das ist gar nicht schwer. Alles was Sie dafür brauchen ist ein Account, ein paar gute Fotos und ein bisschen Verhandlungsgeschick.
  • Es gibt in Deutschland viele Einrichtungen, die Menschen aller Altersgruppen, die sich keine neue Kleidung leisten können, mit gut erhaltener Secondhandware versorgen. Wer keine Zeit hat, sich durch alle Verbände und privaten Ehrenämter zu einer Annahmestelle in seiner Nähe duchzuklicken, für den hat die Deutsche Kleiderstiftung eine praktische Lösung parat: Bis zu einem Paketgewicht von 31,5 Kilogramm nimmt die gemeinnützige Organisation kostenlos Kleidung, Schuhe und Accessoires entgegen – das Porto zahlt sie selbst. Anschließend werden die Spenden an Kleiderkammern und soziale Projekte im In- und Ausland verteilt.
  • Haben Sie jüngere Verwandte? Gerade in Zeiten, in denen Secondhandkleidung und der Vintage Style wieder im Trend liegen, freuen sich die jungen Cousins und Cousinen bestimmt über gut erhaltene Kleidung.
frauen beim shoppen

Quelle: janetsfashionlibrary

2. Aufheben: Das WM Shirt, die erste Schlaghose oder das Bandana, das Sie damals auf dem Konzert getragen haben – an manchen Kleidungsstücken hängen Erinnerungen, von denen Sie einmal Ihren Enkeln erzählen wollen und Momente, auf die Sie in einer ruhigen Stunde gerne zurückblicken.

Neben den Jungendsünden gibt es natürlich auch Kleidungsstücke, die wie Evergreens sind und nie aus der Mode kommen: Der 70er Jahre Trenchcoat, der Herrenhut, die Overknee-Stiefel – die ein oder Klamotte kann man immer mal wieder in den Schrank hängen. Verstauen Sie diese wertvollen Kleidungsstücke an einem staubfreien, trockenen und lichtgeschützten Ort.

3. Anziehen: Sagen Sie Ihrer Winterkleidung „auf Wiedersehen!“ und lagern Sie warme Kleidung, wie Wollpullis und Daunenjacken, bis zur nächsten Saison gut verpackt im Keller – doch machen Sie einen Bogen um Plastikbeuteln oder -boxen, die Kleidung muss atmen können. Besser sind atmungsaktive Kleidersäcke.

Jetzt können Sie Ihre Frühjahrs- und Sommerkleidung zurück in den aufgeräumten Schrank hängen, der mittlerweile viel größer wirkt. Um einen noch besseren Überblick zu erhalten, sortieren Sie Ihre Kleidung nach Farben. Kleidungstücke die Sie häufig tragen, können Sie zum Beispiel auf Bügel hängen, damit sie immer sichtbar und griffbereit sind. Geschafft? Belohnen Sie sich und freuen Sie sich auf den Frühling.

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