Dreckig, dreckiger, BERLIN!


 

(Quelle: kallejipp / photocase.de)

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Ob WG, Single-Haushalt oder Einfamilienhaus – für die Sauberkeit in den eigenen vier Wänden ist jeder selbst verantwortlich. Was aber ist mit unserer Umgebung? Der Weg zur Arbeit, zur Schule, das Wochenende im Park oder ein gemütlicher Feierabend-Spaziergang – in der Stadt in der wir leben, wollen wir uns wohlfühlen. Die von der Europäischen Union durchgeführte Umfrage „Quality of Life in European Cities“ legt offen, welche deutschen Städte von ihren Bewohnern als am schmutzigsten empfunden werden.

Keine Sauberkeitsmedaille für Dortmund und Essen

Immerhin 65% der Dortmunder sind mit der Reinigung ihrer Stadt zufrieden. Dieser Wert spricht nicht gerade für eine hohe Lebensqualität. Verglichen mit dem 37 Kilometer westlich gelegenen Essen jedoch, können die Dortmunder zufrieden sein: Nur 57% der befragten Essener empfinden ihre Stadt als sauber.

Platz 1 der schmutzigsten Städte: Berlin

Überfüllte Mülleimer, Kippen auf den Grünflächen, Plastiktüten und Glasflaschen in der Spree: Den unrühmlichen Platz 1 der schmutzigsten Städte Deutschlands belegt Berlin. Die Hauptstadt wird seinen Ruf des dreckigen Großstadt-Molochs nicht los. Aktuell halten nur 42% der Berliner ihre Stadt für sauber. Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zufolge wirft jeder Berliner jährlich durchschnittlich 407 Kilogramm Abfall weg, hinzu kommt der Müll, der durch die steigende Annzahl an Touristen entsteht.

Um den Müllmassen Herr zu werden, hat die Berliner Stadtreinigung (BSR) im Mai letzten Jahres bereits versucht, die Bürger und Bürgerinnen für das Problem zu sensibilisieren und schickte den Papierkorb-Roboter „Reiner“ mit dem Slogan „Eimer ist immer für Sie da“ auf die Straßen.

Auch verschiedene Bürgerinitiativen haben das Problem erkannt und wollen ihren Kiez wieder zu einem sauberen Ort für die Anwohner gestalten. Einmal im Jahr ruft die Initiative wirBerlin die Hauptstadt-Bevölkerung zu mehr Putz-Engagement auf. Einen Tag lang wird dann Müll von den Straßen gesammelt, gefegt und geschrubbt. Typisch Berlin: Schräge Outfits sind auch beim Großputz erwünscht! Vom Putzengel-Outfit bis zum Neoprenanzug werfen sich engagierte Berliner an diesem Tag für die Sauberkeit ihrer Stadt in Schale. Wer Lust hat mitzumachen, kann jetzt schon Gummihandschuhe und Greifzange bereitlegen: Das nächste Mal geputzt wird am 12. und 13. September 2014!