Haustierhalter aufgepasst – So bleibt Ihre Wohnung immer sauber

Haustierhalter aufgepasst – So bleibt Ihre Wohnung immer sauber


Sie sind ganz vernarrt in Ihre Vierbeiner, doch es gibt ein Problem: Sie hinterlassen überall Haare! Neben den zerkratzten Möbeln ist es wohl die lästigste Sache, die Sie im Haushalt auf Trab hält. Aber sind Tierhaare im Bett, auf der Couch oder der Kleidung ein Übel, mit dem man sich abfinden muss? Nein! Zwar werden die Haare Ihrer Katze oder Ihres Hundes wohl nie ganz verschwinden, aber sie können deutlich reduziert werden – mit unseren Putztipps für Haustierhalter! Damit die Wohnung auch mit Fellknäuel sauber bleibt.

1. Bodenpflege

Home sweet HomeWenn sich in Ihrer Wohnung viel Teppichboden befindet, müssen Sie besonders achtsam sein. Denn dieser ist ein wahrer Magnet für Tierhaare und Hautschuppen! Um diese zu vermindern, ist es wichtig, alle Teppiche regelmäßig zu saugen – am besten sogar jeden zweiten Tag. Einmal in der Woche sollte hingegen das absolute Minimum sein.

Tiger-Tipp: Haustiere hinterlassen nicht nur Haare, sondern auch Flecken aller Art (z. B. Schmutzspuren von draußen). Streuen Sie dafür etwas Backpulver auf den Teppich, bevor Sie ihn saugen. Die größte Menge zunächst auf die Flecken selbst, den Rest dann einfach großflächig auf dem Teppich verstreuen. Dieser Trick trägt dazu bei, dass der Teppich frisch bleibt und der unangenehme Tiergeruch entfernt wird.

Holz, Linoleum und andere Arten von Bodenbelägen ziehen zwar Haare und Hautschuppen nicht so stark an, wie Teppiche es tun. Jedoch sammeln sich die Tierhaare hier gerne in den Holzrillen und an den Sockelleisten. Am liebsten in den Ecken und kleinen Spalten. Daher ist es genauso wichtig, auch diese Flächen regelmäßig zu saugen. Warum nicht fegen? Vor allem Allergiker sollten besser zum Staubsauger greifen, da die Allergene beim Fegen leicht aufgewirbelt werden und so wieder in die Luft gelangen. Abgesehen davon ist die Leistung des Saugers generell effektiver als die des Besens.

2. Möbel

Vor allem Katzen sind echte Faulpelze, die es sich am liebsten den ganzen Tag lang irgendwo in der Wohnung gemütlich machen. Ob auf der Couch, dem Bett oder auf dem bequemen Küchenstuhl – anschließend ist alles voll mit Haaren! Für eine schnelle und einfache Reinigung der Polster empfiehlt sich eine Fusselrolle. Diese entfernt zwar effektiv die Haare, erfasst aber leider nicht die winzigen Hauptschuppen. Vor allem für Tierhaarallergiker heißt es also wieder: Her mit dem Staubsauger! Zum Saugen der Möbel benutzen Sie am besten eine spezielle Polsterdüse oder -bürste, die sich oft bereits mit im Lieferumfang befindet. Sie sollten unbedingt auch in den Ritzen und Schlitzen saugen. Sind die Polster nicht fest vernäht, nehmen Sie diese am besten ab und saugen einmal gründlich den Untergrund sowie die einzelnen Polsterteile ab.

Tiger-Tipp: Wenn Sie keinen passenden Aufsatz zur Hand haben, können Sie auch den herkömmlichen Aufsatz verwenden. Da an diesem jedoch oft Staub und Schmutz vom Boden klebt, sollten Sie ihn am besten einmal vorher sauber machen.

3. Kleidung

Natürlich landen die Katzen- und Hundehaare auch zuhauf auf der Kleidung. Neben dem Gebrauch der klassischen Fusselrolle können Sie sich auch etwas Klebeband oder Malerkrepp um die Hand wickeln und damit über die betroffenen Stellen gehen – ist sehr hilfreich, aber leider auch ziemlich zeitaufwendig. Der beste Trick besteht immer noch darin, die (trockenen!) Klamotten vor der Wäsche in einen Trockner zu geben, sofern diese trocknergeeignet sind. Durch die Bewegung und den Luftstrom im Trockner landen die lästigen Haare direkt im Flusensieb, das Sie anschließend ganz einfach wieder reinigen können. Auch wenn Sie keinen Trockner besitzen, sollten Sie immer darauf achten, dass Ihre Kleidung vor dem Waschgang von Tierhaaren befreit wird. Ansonsten können sich diese im nassen Gewebe festsetzen und sind später umso schwerer zu entfernen.

4. Tierpflege

10 verborgene und dreckige Orte in deiner WohnungPacken Sie das Problem beim Schopf an – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn durch die Pflege Ihrer Tiere kann ein starker Haarverlust reduziert werden. Neben der richtigen Ernährung, reich an proteinhaltigen Omega-Ölen, ist regelmäßiges Bürsten und Kämmen wichtig – vor allem während des Fellwechsels im Frühling. In dieser Zeit sollten Sie Ihren Hund und Ihre Katze am besten täglich bürsten oder kämmen, damit der Kampf gegen die Haarbüschel und Fellknäuel nicht noch hartnäckiger wird. Durch das Bürsten wird außerdem die Durchblutung des Tieres angeregt und abgestorbene Haare können gleich an Ort und Stelle entfernt werden – ohne den Umweg über Kleidung und Möbel. Ihr Haustier wird die Massageeinheit mit Sicherheit genießen.

Tiger-Tipp: Arbeiten Sie sich beim Bürsten immer mit dem Haarwuchs durch das Fell!

Bei Hunden wird selbst bei starkem Fellwechsel unbedingt von einer Rasur abgeraten. Ohne das isolierende Fell ist Ihre Fellnase Kälte und Hitze ausgesetzt und das Schwitzen erhöht sich obendrein. Achten Sie neben der Fellpflege des Tieres ebenfalls auf seine generelle Hygiene. Neben der regelmäßigen Reinigung des Katzenklos gilt zum Beispiel Backpulver als erweiterte Geruchskontrolle. Einfach unter das Katzenstreu mischen – hält das Klo länger frisch und sauber.

5. Extra Tipps für Allergiker

BETTWÄSCHE

Wenn es sich Ihr Hund oder Ihre Katze tagsüber am liebsten auf dem Bett bequem macht, kann eine Tagesdecke sehr hilfreich sein. Denn diese können Sie vor dem Zubettgehen einfach abziehen – und Ihre eigentliche Bettwäsche bleibt größtenteils verschont. Dennoch lohnt sich die Anschaffung einer sogenannten Allergikerbettwäsche, denn diese kann Allergien tatsächlich verringern. Allergieanfällige Menschen sollten daher unbedingt auf hygienisch waschbare Kopfkissen, Bettdecken und Bezüge setzen. Vor allem bei einer Tierhaarallergie empfiehlt es sich, in gutes, waschbares Bettzeug inklusive Über-/Tagesdecke zu investieren. Die Allergikerkissen aus Baumwolle und Polyester verhindern durch ihr dichtes Gewebe die Ansammlung von Hausstaubmilben, Tierhaaren, Pollen und anderen Allergieauslösern. Wenn Ihr Haustier oft auf dem Bett liegt, stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Bettwäsche regelmäßig waschen und auch die Matratze hin und wieder absaugen. Bei der Auswahl des Bezugmaterials und der Füllung empfiehlt sich Bettwäsche, die bei über 60 Grad – am besten bei 95 Grad – kochfest gewaschen werden kann. Denn bei regelmäßiger Wäsche und einer Waschdauer von mindestens 40 Minuten bei hoher Gradzahl werden Milben abgetötet und allergene Stoffe wie Milbenpartikel und Milbenexkremente aus der Bettwäsche herausgewaschen.

Tiger-Tipp: Kopfkissen und Decke nach dem Aufstehen lüften! Da wir in der Nacht bis zu zwei Liter Schweiß verlieren, muss das Bettzeug erstmal abtrocknen, bevor das Bett neu gemacht wird. Milben vertragen ein trockenes Umfeld nämlich sehr schlecht und werden durch das Lüften in ihrer Vermehrung eingeschränkt. Also immer schön lüften! Dies gilt übrigens nicht nur für Allergiker ;).

SAUBERE LUFT

Frische Luft ist nicht nur für die Bettwäsche wichtig, sondern allgemein für die Reduzierung allergischer Reaktionen. Bei gutem Wetter also alle Fenster weit aufreißen, sodass herumschwirrende Hautschuppen und Staubpartikel dank der Frischluft herausströmen können. Allergiesymptome werden dadurch drastisch reduziert. Aber was tun, wenn es zu kalt oder zu heiß ist, um die Fenster zu öffnen? In diesem Fall kann ein Luftreiniger Abhilfe leisten. Es gibt schon einige erschwingliche Exemplare, die Ihnen helfen, Ihre allergischen Reaktionen das ganze Jahr über zu verringern.

HÄNDE WASCHEN

Dass das Händewaschen für Allergiker wichtig ist, ist wohl nicht überraschend und dennoch unheimlich wichtig! Nach der Berührung mit Ihrem Vierbeiner sollten Sie vermeiden, etwas anderes anzufassen, bevor Sie sich nicht die Hände gewaschen haben. Ansonsten verteilen Sie die allergischen Erreger an Gegenständen und anderen Stellen in der Wohnung. Auch nach der kleinsten Streicheleinheit gilt daher: ab ans Waschbecken! Oft fassen wir uns nämlich unbewusst ins Gesicht und dann fangen Nase und Augen erst richtig an zu jucken. Achten Sie darauf, auch unter den Nägeln zu schrubben, weil sich Hautschuppen und -sekrete des Tieres dort leicht festsetzen können. Das Händewaschen ist zwar eine sehr grundlegende Regel, aber auch eine, an die man sich immer wieder erinnern muss.

Fazit

hund und katze

Um das Saubermachen der Böden, Möbel und der Kleidung werden Sie nicht herumkommen, doch mit ein paar Tricks können Sie den Hinterlassenschaften Ihrer Vierbeiner effektiv zu Leibe rücken und vor allem die Tierhaare stark reduzieren. Beim Putzen selbst gehört dazu das regelmäßige Staubsaugen von Böden und Polstermöbeln (am besten mit speziellem Aufsatz). Auch wichtig: Indem Sie gleich die Ursache bekämpfen – in dem Fall die Haare Ihres Haustiers – können sich die lästigen Fellbüschel erst gar nicht so stark verbreiten.

Falls Sie Allergiker sind und sich trotzdem gerne einen vierbeinigen Freund anschaffen möchten, erkundigen Sie sich erst genau über die Art Ihrer Tierhaarallergie. Die meisten reagieren beispielsweise allergisch auf Katzenhaare, können die eines Hundes jedoch gut vertragen. Das ist von Allergie zu Allergie, aber auch von Rasse zu Rasse unterschiedlich. Erkundigen Sie sich daher gut über die verschiedenen Katzen- oder Hunderassen und den jeweiligen durchschnittlichen Haarverlust. Man sollte sich natürlich auch im Klaren darüber sein, dass ein Haustier generell viel Zeit und Arbeit mit sich bringt. Vor allem Allergiker müssen mit einem größeren Zeitaufwand beim Hausputz rechnen und auf viele Dinge besonders Acht geben.

Das waren unsere Tipps, wie Sie Ihre Wohnung auch mit Haustieren sauber halten können. Wir sind gespannt auf IHRE Tricks in den Kommentaren! 🙂

Es gibt 3 Kommentare

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  1. 1
    Wohnungskatzen

    Eine sehr schöne Übersicht über die Möglichkeiten. Besonders der Tipp mit der regelmäßigen Fellpflege (Ausbürsten der abgestorbenen / ausgefallenen Haare) wirkt wahre Wunder bei uns 🙂

    Und vielen Dank auch für die Verlinkung im Text.
    Schöne Grüße

  2. 2
    Hannah

    Ja das kennt man als Hunde oder Katzenbesitzer. Dreck durch Haustiere lässt sich leider nicht vermeiden.
    Da hilft nur regelmäßiges Reinigen.
    Beste Grüße,
    Hannah

  3. 3
    Sabine

    Die Tipps sind wirklich toll und helfen mir als Besitzerin eines Golden Retrievers ungemein. So mancher Staubsauger hat beim Kampf gegen das viele Fell schon seinen Geist aufgegeben. Besonders hilfreich fand ich den Tipp mit dem Backpulver. Selbstverständlich sollte der Vierbeiner während der Einwirkzeit dabei nicht im Zimmer sein. Ich hab so den Geruch ein wenig raus bekommen.

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