Checkliste: So erhalten Sie den Wert einer Immobilie

Checkliste: So erhalten Sie den Wert einer Immobilie


Egal ob Eigentümer oder Mieter – in einer schlecht isolierten Wohnung lebt es sich nicht gut. Alte, undichte Fenster beeinflussen nicht nur das Wohnambiente, sie wirken sich auch negativ auf die Nebenkosten aus und mindern grundsätzlich den Wert einer Immobilie.  Auch für Mieter ist dies Interessant – kann doch mit diesem Wissen auch eher auf Probleme hingewiesen werden.

Fenster sind nur ein Beispiel dafür, welche Faktoren die Wohnqualität und den Immobilienwert beeinflussen. Doch warum kümmern sich manche Eigentümer nicht ausreichend um ihre Immobilie? Die Gründe für einen achtlosen Umgang mit der eigenen Immobilie sind vielschichtig. Eine große Rolle spielen Unwissenheit, Zeitmangel und das „Sparen am falschen Ende“. Vielen Hauseigentümern ist scheinbar gar nicht bewusst, dass regelmäßige Instandhaltungs- und Pflegearbeiten in der Summe weit weniger kosten als eine mit den Jahren immer wahrscheinlicher werdende Komplettsanierung. Eigentümer sollten daher regelmäßig wichtige Gebäudeteile wie Dach, Keller, Fassade oder Fenster auf kleine Schäden prüfen und diese zügig beheben. Sonst verliert die Immobilie schnell massiv an Wert. Außerdem haben Mieter unter bestimmten Umständen das Recht, eine Mietminderung einzufordern, beispielsweise wenn die Fenster im schlechten Zustand und deshalb luftdurchlässig und schwer schließbar sind.

 

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

Zunehmend werden Immobilienpreise durch die Perspektive auf Nachhaltigkeit bestimmt. Werterhalt und Wertsteigerung fließen immer stärker in die Kaufsumme ein. Wer sein Haus verkaufen oder vermieten möchte, sollte das unbedingt berücksichtigen. Ob Sauna oder Wintergarten – eine exklusive Ausstattung mit vielen Extras zahlt sich nur dann aus, wenn sie regelmäßig gepflegt und gewartet worden sind.

 

Checkliste: Immobilienwert erhalten

Damit Hauseigentümer Instandhaltungs- und Pflegearbeiten im Auge behalten, hat die Immobilienberatung und Maklervermittlung HAUSGOLD eine Checkliste zusammengestellt. Je nach Bauteil und Material werden unterschiedliche Intervalle empfohlen. Ein Heizkessel ist zum Beispiel anfälliger für Schäden als Rohrleitungen. Auf eine funktionierende Dachentwässerung ist vor jedem regenreichen Herbst zu achten.

Jahresintervall 0,5 1 3 5 10
Dachentwässerung x
Dachanschlüsse x
Offene Holzkonstruktionen x
Schornsteinkopf x
Dachkonstruktion x
Außenputz x
Außenanstrich x
Holzfenster, -türen x
Kunststofftüren, -fenster x
Heizkessel x
Heizkörper x
Innenputz x
Lichtschächte x
Rohrleitung (Gas, Wasser, Sanitär) x
Leichtwände x
Fliesen, Keramik x
Parkett, Hobeldielen x

 

HAUSGOLD Tipp: Jede Immobilie ist individuell. Erstellen Sie daher Ihre eigene, persönliche Liste, in der Sie die Besonderheiten Ihres Hauses berücksichtigen. Vielleicht haben Sie einen Ofen, der gewartet werden muss? Oder Sie haben eine Sauna, einen Swimming-Pool, Garage, Schuppen etc. Je genauer die Liste ist, desto besser. Sie müssen dann nur noch daran denken, regelmäßige Checks durchzuführen.

 

Geld für Instandhaltungen zurücklegen

Wer ein neues Haus gebaut hat, hat in den ersten Jahren in der Regel weniger zu tun. Nach zehn bis 15 Jahren werden dann wahrscheinlich erste größere Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich sein. Nach 20 Jahren sollte man hinreichend finanzielle Reserven für mögliche Reparaturen parat haben, damit der Immobilienwert erhalten bleibt. Manche Experten empfehlen sogar, Fenster einmal im Jahr warten zu lassen. Zwar halten Fenster in der Regel viele, viele Jahre lang, aber die Anforderungen haben sich geändert. Besonders in den letzten Jahren sind die energetischen Anforderungen an ein Haus ständig gestiegen – und werden wahrscheinlich weiter steigen. Es kann sich also durchaus lohnen, Bauteile auch unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten. Eventuell sollte man auch noch funktionstüchtige Fenster austauschen.

Schon beim Bau bzw. Kauf eines Hauses sollten am sich auf die im Laufe der Jahre für kleine Reparaturen und große Modernisierungen fällig werdenden Kosten vorbereiten.

HAUSGOLD Tipp: Ziehen Sie eine einfache Faustregel zurate: Ein Prozent des Neubauwertes sollte pro Jahr für Reparaturen eingeplant werden. Diese Quote liegt bei neuen Häusern generell etwas niedriger, da Instandhaltungsmaßnahmen (zum Beispiel am Dach) in der Regel später anfallen. Je älter ein Haus ist, desto höher sollten die Rückstellungen sein. Das Geld für diese Maßnahmen könnte angelegt werden, zum Beispiel in Form eines Bausparvertrags. Denken Sie außerdem daran, dass Anschaffungen in der Zukunft infolge der Inflation wahrscheinlich teuer werden.

 

Reparaturen schnellstmöglich vornehmen

Notwendige Reparaturen sollten nicht aufgeschoben werden. Werden Reparaturen aufgeschoben, dann kann es später erheblich teurer werden. Mit wachsendem Schaden steigt der Sanierungsaufwand.

HAUSGOLD Tipp: Wenn Sie einen Schaden erkannt haben, beheben Sie ihn so schnell wie möglich. Wer zu lange mit den Reparaturen wartet, muss bei einem eventuellen Verkauf entweder sehr viel Geld investieren, um das Haus wieder marktfähig zu machen, oder deutliche Abstriche beim Verkaufserlös hinnehmen.

 

Immobilienwert erhalten – Steuern sparen

Mit Instandhaltungsmaßnahmen rund ums Haus lassen sich Steuern sparen. In Deutschland können Ausgaben, die dazu dienen, ein Gebäude in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten, als sogenannte Erhaltungsaufwendungen von der Steuer abgesetzt werden. Für Vermieter gilt diese Regelung komplett. Bei Selbstnutzern gilt sie nur in einem eingeschränkten Umfang. Das Finanzamt berücksichtigt 20 Prozent der Handwerkerrechnungen in einer Höhe bis zu 6.000 Euro. Hier zählen allerdings keine Materialkosten, sondern nur Arbeits- und Fahrtkosten. Pro Jahr kann das bis zu 1.200 Euro Steuerersparnis ausmachen. Immobilieneigentümer können die effektiven Kosten für die Instandhaltung des Hauses so immerhin ein wenig reduzieren.

 

 

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